Wenn man in der DDR nach bis zu zehn Jahren warten auf seine Bestellung dann endlich seinen PKW bekam, wollte man möglichst auch seinen Wert lange erhalten. Oft mußten ganze Wocheenden dafür herhalten. Hier bereitet ein neuer, stolzer Autobesitzer die Unterbodenpflege und Hohlraumversiegelung seines neuen Trabant 601 vor. Dazu hat er an die Radbolzen und an den Hilfsrahmen eine mobile Kippvorrichtung angebracht und den etwa 615 Kg schweren "Trabi" hoch gekippt. Das ersparte eine Rampe oder die Hebebühne…

Foto + Zitat 012

(DDR 1985: Ein stolzer Autobesitzer bei der „Do-it-yourself-Unterbodenpflege” seines neuen Trabant 601)

INFO zur Aufnahme

Foto um 1985 mit SLR PENTACON Praktica B200 und MF Objektiv Carl Zeiss Jena P 2.8/135mm, kombiniert mit einem 2-fach-Telekonverter *) auf Kleinbildfilm ORWO NP 27 aufgenommen.

*) entspricht somit letztlich einem Teleobjektiv von 270 mm Brennweite

Dazu ein Witz aus der DDR-Zeiten:

„Marx, Engels, Lenin waren zu ihrer Zeit große Denker…
Wer waren in der DDR die größten Denker?!
Die Trabant-Fahrer! — Sie dachten, sie fahren ein Auto!!”

Ein paar weitere DDR-Witze


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3 Kommentare

  • Das ging auch mit dem FIAT 500, den ich in den 70ern hatte.
    Lüftungsloch im Bremsflüssigkeitsbehälter zukleben, weiche Decke auf den
    Boden, Wagen umkippen …
    🙂

  • Das Bild empfinde ich als Anachronismus. Früher wusste man, was passiert, wenn man einen „Knopf gedrückt hat”, d. h. komplette Bedienungs- und Reparaturanleitungen standen zur Verfügung. Heute drückt man eben Knőpfe und guckt, was passiert … Trabbi falsch im Bild.

    • @ Zdeněk

      Danke für die kritischen Worte.

      Dieser Anachronismus — die absichtlich falsche zeitliche Einordnung von Vorstellungen, Ereignissen, Dingen oder Personen in einem Zusammenhang — geschult nicht meiner Unkenntnis von geschichtlichen Sachverhalten, sondern ist das von mir durchaus beabsichtigtes Mittel, um eine komische Aussage zu erreichen…

      LG, Bildermann

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